Fachfortbildung


Zusatzqualifizierung zur/zum Fachberater/in in Psychotraumatologie

Die Termine für die Gruppe 13 und Gruppe 14 können Sie unten entnehmen. Wenn Sie sich für die Fortbildung (Gruppe 14) anmelden wollen, so klicken Sie bitte hier.

Wir möchten hier auf unsere neue Seminarreihe 'Kinder und Trauma' und 'Körper und Trauma' hinweisen! Nähere Informationen finden Sie unter -> Seminare.

Die Fachfortbildung richtet sich insbesondere an psychosoziale Fachkräfte, Rettungsteammitarbeiter und Einsatzkräfte, die mit traumatisierten Menschen und deren Angehörigen arbeiten.

TeilnehmerInnen müssen mind. 3 Jahre Berufserfahrung in Ihrem angestammten Beruf haben sowie Kenntnisse und Erfahrungen mit Gesprächsführungstechniken.

Die Fortbildung besteht aus 7 Modulen, die jeweils am Freitag zwischen 12 und 19 Uhr sowie samstags zwischen 10 und 17 Uhr im Zentrum für Psychotraumatologie, Kassel stattfinden werden. Zusätzlich sollte mindestens 1 Wahlseminar (jeweils ein Freitag) plus 1 Supervisionstag (jeweils samstags) belegt werden. Insgesamt besteht die Fortbildung aus 8 Wochenenden und ein Abschlusskolloquium.

Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss ist die Teilnahme an allen Seminaren.  Um das Zertifikat zu erhalten, ist ein bestandenes Abschlusskolloquium notwendig. Zum Abschlusskolloquium sind alle zugelassen, die die 7 Grundmodule und ein Wahlmodul durchlaufen haben und eine supervisorische Fragestellung aus der eigenen Praxis vorgestellt haben.

Zielgruppen:

Frauen und Männer, in ihren Tätigkeiten als HausärztInnen, NotärztInnen, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, HeilpädagogInnenen, ErzieherInnen, LehrerInnen, KrankenpflegerInnen,  Rettungs- und Einsatzkräfte, SeelsorgerInnen

Kosten:

235 Euro pro Wochenende sowie 140 Euro für Abschlusskolloquium, inklusive Imbiss und Getränke sowie alle Skripte und Unterlagen   

Dauer: 1 Jahr
   
Beginn:  Mai 2010 (Fachfortbildung 13), Februar 2011 (Fachfortbildung 14)
Referenten/innen:


langjährige Mitarbeiter/innen des Zentrums für Psychotraumatologie.
Eine genaue Vita der Referenten/innen finden Sie am Ende

Geschäftsbed.: finden Sie hier

Fortbildungsinhalte und Termine

Grundlagen I
- Motivation für die Fortbildung

- Traumadefinition, PTSD

- Akuttrauma

- Neurobiologische Grundlagen

- Schutz- und Risikofaktoren

- Erprobung von Distanzierungs- und Reorientierungsübungen
Referentin: Regine Land

Termine: 07./08.05.2010 (Fachfortbildung 13)

                  25./26.02.2011 (Fachfortbildung 14)

 

Grundlagen II - Chronische Traumatisierungen und ihre Folgen
- Was macht das chronische an Traumatisierungen aus?

- posttraumatische Diagnosen fassen die Auswirkungen zusammen

- was chronischer Traumastress im Alltag verändert

- typische Gewaltfolgen als Ressourcen betrachtet (Selbstverletzung, Suizidalität, Schuldgefühle, Täterintrojekte)

- Dissoziative Störungen bis zur DIS, die Ursachen und Hintergründe

Referentin: Sylvia Schramm

Termine: 11./12.06.2010 (Fachfortbildung 13)

                  18./19.03.2011 (Fachfortbildung 14)

 

Beratungskompetenzen
Theorie, viele praktische Übungen, Schärfung des Handwerkszeugs für die speziellen Beratungsanliegen:

- Die Haltung in der Beratung von traumatisierten Menschen

- Welche Techniken eignen sich für welche Fragestellung in der Beratungssituation?

- Welche Techniken eignen sich zu welchem Zeitpunkt?

- Zielfokussierung, Beratungssetting, Sinn und Ausgestaltung der Verträge mit Traumatisierten

Referentin: Friedegunde Bölt

Termine: 09./10.07.2010 (Fachfortbildung 13)

                  29./30.04.2011 (Fachfortbildung 14)

 

Diagnostik und Ansätze der Traumabehandlung
- Wie geschieht Eindrucksbildung in der Beratung?

- theoretische und praktische Arbeit mit zwei Fragebögen (KTI, FDE)

- Prognostische Überlegungen- wann kann die Traumatherapie klappen?

- die Phasen und Grundhaltungen der Traumatherapie

- Klärung: wann stationär, wann ambulant?

- orientierte Vermittlung der gängigen Ansätze (EMDR, Screen, VT, Innere Bühne) mit Beispielen
Referentin: Sylvia Schramm

Termine: 10./11.09.2010 (Fachfortbildung 13)

                  27./28.05.2011 (Fachfortbildung 14)

 

Selbstfürsorge zur Burnout - Prävention
- Eigendiagnostik zum Burnout - Risiko

- Sekundärtraumatisierung und Mitgefühlserschöpfung

- Resilenz und Ressourcen wahrnehmen und erweitern

- Achtsamkeits- und Imaginationsübungen

- Auseinandersetzung mit Sinnfragen
Referentin: Regine Land
Termine: 08./09.10.2010 (Fachfortbildung 13)

                  01./02.07.2011 (Fachfortbildung 14)

 

Traumarelevante rechtliche Grundlagen- Häusliche Gewalt
- Grundlagen des Rechtssystems: Straf-, Zivil-, Sozialrecht

- Opferschutz (Gewaltschutzgesetz, Strafrecht)

- Opferentschädigungsgesetz in Theorie und Praxis

- Rechte und Pflichten der Opfer und der BeraterInnen/ TherapeutInnen

- Häufigkeit, Formen und Folgen häuslicher Gewalt

- Warum bleiben Frauen in einer Gewaltbeziehung?

- Interventionsstrategien, Gesprächsführung
Referentin: Claudia Igney

Termine: 05./06.11.2010 (Fachfortbildung 13)

                  26./27.08.2011 (Fachfortbildung 14)

             

Gesellschaftsrelevante Fragestellungen zum Psychotrauma
Theorie und Selbsterfahrung:

- Traumatheoretische Erklärungsansätze für die Entstehung von Gewalt

- Auswirkungen von struktureller Gewalt auf die Resilienzerfahrung

- Die Rolle der Bindungserfahrungen bei der Entwicklung von Gewaltbereitschaft

- Kulturspezifische Identifikationsmuster, Kulturelle Dimensionen, Interkulturelle Kompetenz in der Beratung

- Migration, der Begriff des Fremden, Gewalterfahrungen im kulturellen Kontext, Kollektivtraumatisierung

- Die besondere Dynamik der Folter und deren Konsequenzen auf die Beratung
Referenten: Friedegunde Bölt
Termine: 03./04.12.2010 (Fachfortbildung 13)

                  23./24.09.2011 (Fachfortbildung 14)

 

Abschlusskolloquium

(erst möglich zu belegen, wenn mind. ein Wahlseminar absolviert wurde)

- Abschlussgespräch mit einem praktischen und theoretischen Anteil

- Abschließendes Gespräch über die psychotraumatologischen Beratungskompetenzen mit den Fachfortbildungsreferentinnen

Termin: 18.12.2010, 22.01.2011

 

 

Wahlseminare:

Stabilisierende Begleitung bei Menschen mit Selbstverletzendem Verhalten
- Verschiedene Erklärungsansätze für Selbstschädigung

- Die unterschiedlichen Problemebenen, die sich im SVV zeigen

- Exakte Analysen für das SVV

- Die daraus resultierenden Veränderungsansätze, die der Stabilisierende Begleitung der Beachtung bedürfen

- Übungen und Anleitung für ein Trainingsprogramm auf allen 5 Ebenen, auf denen die Copingstrategien modifiziert werden sollten
Referentin: Friedegunde Bölt 
Termine: 10./11.12.2010
                  14./15.10.2011

 

Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen
-Besonderheiten der Traumaerfahrung bei Kindern und Jugendlichen

- Akuttrauma und Symptome der Kinder

- Trauma und Familie

- Folgen früher Traumatisierung und Vernachlässigung

- Symptome und Diagnostik

- Methoden und Möglichkeiten

Referentin: Regine Land
Termine: 26./27.11.2010 (voll)

 

 

Schmerzverarbeitung und Trauma

Grundlagen neuropsychologischer und psychodynamischer Schmerzverarbeitung, Schmerz und Körper als Quelle traumatisierender Erfahrungen; beratende Krisenintervention bei Patienten in chronischen und akuten Schmerzzyklen; DifferentiaIdiagnostische und verarbeitungsdynamische Unterschiede.
Referentin: Dorothea Grodd
Termine: 12./13.11.2010

                  11./12.11.2011               


Möglichkeiten der unterstützenden Körperarbeit in der Beratungssituation
- Welche körpertherapeutischen Methoden eignen sich für welches Setting (Unterschied Beratung versus Psychotherapie)

- Sicherheitsgebende und stabilisierende körperorientierte Angebote kennen lernen

- Ressourcenstärkende und "alltagstaugliche" Angebote in er Beratung und für KlientInnen in Eigenanwendung

- Eigene körperliche Übertragungs- und Gegenübertragungsmomente wahrnehmen und damit umgehen lernen

Referentin: Rosi Nussgräber
Termin: 19./20.11.2010 (voll)

                18./19.11.2011      

 

Der Holocaust/ und die Folgen aus psychotraumatologischer Sicht

- Kurzer geschichtlicher Exkurs aus der Perspektive der Traumaforschung

- Fragen der Transgenerationalität mit Fallbeispielen

- Die gesellschaftlichen Auswirkungen des Holocausts bis heute

- Verarbeitungsphasen, Verarbeitungsprozesse, Generierung von Copingstrategien

- Besonderheiten im Beratungsprozess mit Betroffenen

Referentin: Friedegunde Bölt

Termin: 16./17.07.2010 (fällt leider aus)

                16./17.09.2011

 

Neurobiologie und Trauma

- Hirnentwicklung und Plastizität des Gehirns und die unterschiedlichen strukturellen Veränderungen des Gehirns bei komplex traumatisierten Kindern,       Jugendlichen und Erwachsenen

- Abläufe sowohl bei akuten Belastungen wie auch chronischer Traumatisierung werden mit Hilfe von Psychodrama erarbeitet

- Veränderungen des Vegetativen Nervensystems durch Trauma, aber auch durch Bindungsstörungen bei Kindern

- Das Schmerzgedächtnis des Körpers

- Gedächtnisstörungen bei Traumata

- Welche Rolle spielt die Psychoedukation über neurologische Veränderungen bei den Betroffenen, was kann sich auch durch die Therapieändern

Referentin: Pia Heckel

Termin: 22./23.10.2010

               25./26.11.2011

                 

 

Vertiefungs- und Zusatzseminare:

 

Rituelle Gewalt / Abrichtung / Programmierung / Ausstieg

für FachberaterInnen Psychotraumatologie, die mit Betroffenen arbeiten

Auf mehrfache Anfragen hin bieten wir dieses Vertiefungsseminar an. Es richtet sich an die psychotraumatologisch versierten KollegInnen, die Betroffene beruflich beraten, begleiten und unterstützen. Das Grundlagenwissen aus Seminar II, die dazugehörigen Skriptinhalte aus Seminar II und eigene Praxiserfahrungen sind Voraussetzung zur Teilnahme. Fallsupervisionsfragen sowie Austauschbedarf zum Themengebiet sind wilkommen.

Referentin: Sylvia Schramm

 

 

 

Beratungskompetenzen II

1. zu Beginn eine Selbsterfahrungssequenz: wie bereite ich mich psychisch auf meine Aufgaben als BeraterIn von und mit Traumatisierten vor?, welches sind meine Copingstile?, welches ist mein Wahrnehmungs- / Verarbeitungsstil?, wie schätze ich eigene Belastungsfaktoren ein und was bedeuten sie für meine Beratungstätigkeit?

2. weitere Beratungstechniken mit Traumatisierten: die Technik der 2 Leinwände im Beratungsprozess für verschiedene Fragestellungen; die Einbeziehung des Ego-state-Ansatzes für die Beratung

3. Rollenspiele zu verschiedenen Fragestellungen im Beratungsprozess mit traumatisierten KlientInnen (bitte Wünsche bei der Anmeldung äußern!)

4. Supervision (bitte Wünsche anmelden!)

Referentin: Friedegunde Bölt

Termin: 08./09.04.2011

 

Alle Seminare beinhalten neben den theoretischen Seminarinhalten genügend praktische Übungseinheiten, um die vermittelten Inhalte einzuüben.

>>>>>>> Anreisebeschreibung zum Psychotraumazentrum <<<<<<<< (bitte anklicken)

 

Referenten/innen:

Friedegunde Bölt,
Psychologische Psychotherapeutin, Klinische Psychologin
Ausbildungen und Fortbildungen in tiefenpsychologisch-fundierter Einzel- und Gruppentherapie, tiefenpsychologisch-fundierter Musiktherapie, Verhaltenstherapie, Traumatherapie, EMDR, MPC und hypnotherapeutischen Techniken
3 Jahre Arbeit in einer Frauenbildungseinrichtung mit Schwerpunkt: Selbsthilfekonzepte
Seit 1987 psychotherapeutische Tätigkeit in einer psychiatrischen Tagesklinik
1999 Gründungsmitglied des Zentrums für Psychotraumatologie e.V. gemeinsam mit Michaela Huber. Dort seither im Vorstand des Vereins, schwerpunktmäßig zuständig für die Bereiche Fortbildung, Akut- und Notfallpsychologie, Projektorganisation, Mitglied im SbE-Team, Nordhessen seit 2001.

Regine Land,
Dipl. Sozialarbeiterin, Praxis für Psychotherapie in Kassel, Ausbildung in Körperpsychotherapie, Klinische Hypnose, Traumatherapie und EMDR, Weiterbildung in Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen und in Systemischer Therapie. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, seit 1990 Frauenbildungsarbeit, seit 1995 Praxis für Psychotherapie, seit 1999 Mitarbeiterin im Zentrum für Psychotraumatologie e.V. Kassel, Supervision zu Dissoziation und anderen Traumafolgestörungen, in ständiger Weiterbildung im Bereich Traumatherapie und Körpertherapie.

Claudia Igney, Sozialwissenschaftlerin (M.A.),

seit 1991 in der Anti-Gewalt-Arbeit, Gesundheitsförderung und Forschung aktiv, ehemalige Landeskoordinatorin des Interventionsprojektes gegen häusliche Gewalt in M.-V. (dort v. a. zuständig für die Bereiche Schutz- und Beratungsangebote für Opfer, Optimierung der gesundheitlichen Versorgung, Täterarbeit, Fortbildungen für Polizei, Sozialarbeit und Gesundheitswesen), seit vielen Jahren ehrenamtlich tätig bei VIELFALT e.V. - Information zu Trauma und Dissoziation, Mitherausgeberin des multidisziplinären "Handbuch Trauma & Dissoziation".

 

Dorothea Grodd,
Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie, langjährige Tätigkeit als Oberärztin, jetzt niedergelassen in eigener Praxis in Kassel,

Klinische Erfahrungen im Rahmen der Fachärztinnenausbildungen in Onkologie, Psychosomatik, Psychiatrie und Neurologie. Als Oberärztin bis 2004 Aufbau und Leitung einer Psychotraumatherapieabteilung in einer Rehaklinik; Schwerpunkt: Arbeit mit chronisch und komplex traumatisierten Menschen. Ausbildungen in tiefenpsychologisch fundierter Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Gestalttherapie, zertifizierte EMDR-Therapeutin, EMDR-Supervisorin, spezielle Psychotraumatherapie DEGPT.

Sylvia Schramm,
Psychologische Psychotherapeutin, Approbation für tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, weitere Aus- und Fortbildungen in Traumatherapie, Imaginative / Hypnotherapeutische Techniken, EMDR, Psychodrama, Verhaltenstherapie
Seit 1994 in Psychosomatischen Kliniken (Vogelsbergklinik, Hardtwaldklinik) als Einzel- und Gruppentherapeutin, seit 2000 in Kassel in eigener Praxis mit traumatherapeutischem Schwerpunkt tätig. Seit 2002 im Zentrum für Psychotraumatologie als Vorstandsfrau.
Entwicklung des ambulanten Stabilisierungstrainings für traumatisierte Frauen.

Rosi Nussgräber,
Körpertherapeutin, Dipl. Sozialpädagogin, Studium der Sozialpäd. mit Schwerpunkt "Frauenbildungsarbeit". Ausbildung in Tanztherapie und Integrativer Bewegungstherapie (FPI), 1987 - 92 Mitarbeiterin im FrauenForum e.V. Kassel, seit 1994 als Körpertherapeutin in stationärer Psychotherapie tätig, hier Körperarbeit mit traumatisierten Menschen; Weiterbildung in Stressmanagement, Erfahrung in Yoga, Qi Gong und struktureller Körperarbeit.

Pia Heckel,
Heilpraktikerin seit 1996, in eigener Praxis tätig mit Schwerpunkt Klassische Homöopathie seit 1998. Dozentin für medizinische Grundlagenfächer sowie Neurologie und Psychiatrie an verschiedenen Heilprakt-Schulen. Traumafortbildungen seit 2005. Traumafachberaterin seit 2006. Gründerin des Instituts für Psychotraumatologie in Hamburg