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Fachfortbildung
Ab 2012 passen wir den Aufbau der Fachfortbildung an die an uns herangetragenen Bedürfnisse an. Auf dem Schaubild hier können Sie die neue Struktur erkennen. Wir splitten den starren Ablauf in 2 Blöcke und bieten für Interessierte ohne Vorkenntnisse einen Einführungstag an. Sie können ab 2012 unsere Angebote wie folgt nutzen:
Die Einführungstage werden am 04.05.2012, 22.06.2012, 18.08.2012 in unseren Räumen statt finden. Weitere Informationen finden Sie weiter unten. Die Fachfortbildung richtet sich insbesondere an psychosoziale Fachkräfte, Rettungsteammitarbeiter und Einsatzkräfte, die mit traumatisierten Menschen und deren Angehörigen arbeiten. Die Fortbildung besteht aus 7 Modulen, die jeweils am Freitag zwischen 12 und 19 Uhr sowie samstags zwischen 10 und 17 Uhr im Zentrum für Psychotraumatologie, Kassel stattfinden werden. Zusätzlich sollte mindestens 1 Wahlseminar (jeweils ein Freitag) plus 1 Supervisionstag (jeweils samstags) belegt werden. Insgesamt besteht die Fortbildung aus 8 Wochenenden und ein Abschlusskolloquium. Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss ist die Teilnahme an allen Seminaren. Um das Zertifikat zu erhalten, ist ein bestandenes Abschlusskolloquium notwendig. Zum Abschlusskolloquium sind alle zugelassen, die die 7 Grundmodule und ein Wahlmodul durchlaufen haben und eine supervisorische Fragestellung aus der eigenen Praxis vorgestellt haben.
Einführungstag - Klärung des Begriffes 'psychische Traumatisierung' - 'normale Reaktionsweisen' und - Folgestörungen nach traumatischen Erlebnissen - Unterstützungsmöglichkeiten in Beratung und Therapie - Übungen mit
Anleitung im Kontakt mit Betroffenen Termine: 04.05.2012, 22.06.2012, 18.08.2012 Kosten: 45,- € - Für Interessierte ohne Vorkenntnisse - Für Interessierte: Möglichkeit der Klärung von Fragen zur Fachfortbildung im Anschluß
Fortbildungsinhalte und Termine
Grundlagen I - Traumadefinition, PTSD - Akuttrauma - Neurobiologische Grundlagen - Schutz- und Risikofaktoren - Erprobung
von Distanzierungs- und Reorientierungsübungen Termine: 07./08.09.2012
Grundlagen II - Chronische Traumatisierungen und ihre Folgen - posttraumatische Diagnosen fassen die Auswirkungen zusammen - was chronischer Traumastress im Alltag verändert - typische Gewaltfolgen als Ressourcen betrachtet (Selbstverletzung, Suizidalität, Schuldgefühle, Täterintrojekte) - Dissoziative Störungen bis zur DIS, die Ursachen und Hintergründe Referentin: Pia Heckel Termine: 05./06.10.2012
Beratungskompetenzen - Die Haltung in der Beratung von traumatisierten Menschen - Welche Techniken eignen sich für welche Fragestellung in der Beratungssituation? - Welche Techniken eignen sich zu welchem Zeitpunkt? - Zielfokussierung, Beratungssetting, Sinn und Ausgestaltung der Verträge mit Traumatisierten Referentin: Friedegunde Bölt Termine: 02./03.11.2012
Selbstfürsorge zur Burnout - Prävention - Sekundärtraumatisierung und Mitgefühlserschöpfung - Resilenz und Ressourcen wahrnehmen und erweitern - Achtsamkeits- und Imaginationsübungen -
Auseinandersetzung mit Sinnfragen 11./12.01.2013
Traumarelevante rechtliche Grundlagen-
Häusliche Gewalt - Opferschutz (Gewaltschutzgesetz, Strafrecht) - Opferentschädigungsgesetz in Theorie und Praxis - Rechte und Pflichten der Opfer und der BeraterInnen/ TherapeutInnen - Häufigkeit, Formen und Folgen häuslicher Gewalt - Warum bleiben Frauen in einer Gewaltbeziehung?
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Interventionsstrategien, Gesprächsführung Termine: 16./17.03.2012 (Fachfortbildung 15)
Gesellschaftsrelevante Fragestellungen zum Psychotrauma - Traumatheoretische Erklärungsansätze für die Entstehung von Gewalt - Auswirkungen von struktureller Gewalt auf die Resilienzerfahrung - Die Rolle der Bindungserfahrungen bei der Entwicklung von Gewaltbereitschaft - Kulturspezifische Identifikationsmuster, Kulturelle Dimensionen, Interkulturelle Kompetenz in der Beratung - Migration, der Begriff des Fremden, Gewalterfahrungen im kulturellen Kontext, Kollektivtraumatisierung - Die
besondere Dynamik der Folter und deren Konsequenzen auf die Beratung
Abschlusskolloquium (erst möglich zu belegen, wenn mind. ein Wahlseminar absolviert wurde) - Abschlussgespräch mit einem praktischen und theoretischen Anteil - Abschließendes Gespräch über die psychotraumatologischen Beratungskompetenzen mit den Fachfortbildungsreferentinnen Termin: wird in einem der Grundlagen-Seminare bekannt gegeben!
Wahlseminare:
Stabilisierende Begleitung bei Menschen mit
Selbstverletzendem Verhalten - Die unterschiedlichen Problemebenen, die sich im SVV zeigen - Exakte Analysen für das SVV - Die daraus resultierenden Veränderungsansätze, die der Stabilisierende Begleitung der Beachtung bedürfen - Übungen
und Anleitung für ein Trainingsprogramm auf allen 5 Ebenen, auf denen die
Copingstrategien modifiziert werden sollten
Arbeit mit traumatisierten Kindern und
Jugendlichen - Akuttrauma und Symptome der Kinder - Trauma und Familie - Folgen früher Traumatisierung und Vernachlässigung - Symptome und Diagnostik - Methoden und Möglichkeiten
Referentin: Regine Land
Schmerzverarbeitung und Trauma
Grundlagen neuropsychologischer und psychodynamischer Schmerzverarbeitung,
Schmerz und Körper als Quelle traumatisierender Erfahrungen; beratende
Krisenintervention bei Patienten in chronischen und akuten Schmerzzyklen;
DifferentiaIdiagnostische und verarbeitungsdynamische Unterschiede.
- Sicherheitsgebende und stabilisierende körperorientierte Angebote kennen lernen - Ressourcenstärkende und "alltagstaugliche" Angebote in er Beratung und für KlientInnen in Eigenanwendung - Eigene körperliche Übertragungs- und Gegenübertragungsmomente wahrnehmen und damit umgehen lernen
Referentin: Rosi Nussgräber
Der Holocaust/ und die Folgen aus psychotraumatologischer Sicht - Kurzer geschichtlicher Exkurs aus der Perspektive der Traumaforschung - Fragen der Transgenerationalität mit Fallbeispielen - Die gesellschaftlichen Auswirkungen des Holocausts bis heute - Verarbeitungsphasen, Verarbeitungsprozesse, Generierung von Copingstrategien - Besonderheiten im Beratungsprozess mit Betroffenen Referentin: Friedegunde Bölt Termin:
Neurobiologie und Trauma - Hirnentwicklung und Plastizität des Gehirns und die unterschiedlichen strukturellen Veränderungen des Gehirns bei komplex traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen - Veränderungen des Vegetativen Nervensystems durch Trauma, aber auch durch Bindungsstörungen bei Kindern - Das Schmerzgedächtnis des Körpers - Gedächtnisstörungen bei Traumata - Welche Rolle spielt die Psychoedukation über neurologische Veränderungen bei den Betroffenen, was kann sich auch durch die Therapieändern Referentin: Pia Heckel Termin: 09./10.11.2012
Vertiefungs- und Zusatzseminare:
Rituelle Gewalt / Abrichtung / Programmierung / Ausstieg für FachberaterInnen Psychotraumatologie, die mit Betroffenen arbeiten Auf mehrfache Anfragen hin bieten wir dieses Vertiefungsseminar an. Es richtet sich an die psychotraumatologisch versierten KollegInnen, die Betroffene beruflich beraten, begleiten und unterstützen. Das Grundlagenwissen aus Seminar II, die dazugehörigen Skriptinhalte aus Seminar II und eigene Praxiserfahrungen sind Voraussetzung zur Teilnahme. Fallsupervisionsfragen sowie Austauschbedarf zum Themengebiet sind wilkommen. Referentin: Sylvia Schramm
Beratungskompetenzen II 1. zu Beginn eine Selbsterfahrungssequenz: wie bereite ich mich psychisch auf meine Aufgaben als BeraterIn von und mit Traumatisierten vor?, welches sind meine Copingstile?, welches ist mein Wahrnehmungs- / Verarbeitungsstil?, wie schätze ich eigene Belastungsfaktoren ein und was bedeuten sie für meine Beratungstätigkeit? 2. weitere Beratungstechniken mit Traumatisierten: die Technik der 2 Leinwände im Beratungsprozess für verschiedene Fragestellungen; die Einbeziehung des Ego-state-Ansatzes für die Beratung 3. Rollenspiele zu verschiedenen Fragestellungen im Beratungsprozess mit traumatisierten KlientInnen (bitte Wünsche bei der Anmeldung äußern!) 4. Supervision (bitte Wünsche anmelden!) Referentin: Friedegunde Bölt Termin:
Alle Seminare beinhalten neben den theoretischen Seminarinhalten genügend praktische Übungseinheiten, um die vermittelten Inhalte einzuüben. >>>>>>> Anreisebeschreibung zum Psychotraumazentrum <<<<<<<< (bitte anklicken)
Referenten/innen: Friedegunde Bölt, Regine Land, Claudia Igney, Sozialwissenschaftlerin (M.A.),seit 1991 in der Anti-Gewalt-Arbeit und Gesundheitsförderung aktiv, bis 2002 Landeskoordinatorin des Interventionsprojektes gegen häusliche Gewalt in M.-V., 2005-2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin der FH Osnabrück, seit 2009 hauptberuflich bei pro familia Niedersachsen, nebenberuflich seit vielen Jahren tätig bei VIELFALT e.V. - Information zu Trauma und Dissoziation - mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Beratung für komplex traumatisierte und dissoziative Menschen, Mitherausgeberin der interdisziplinären Handbücher "Trauma & Dissoziation" (2008) und "Rituelle Gewalt" (2010).
Dorothea
Grodd, Klinische Erfahrungen im Rahmen der Fachärztinnenausbildungen in Onkologie, Psychosomatik, Psychiatrie und Neurologie. Als Oberärztin bis 2004 Aufbau und Leitung einer Psychotraumatherapieabteilung in einer Rehaklinik; Schwerpunkt: Arbeit mit chronisch und komplex traumatisierten Menschen. Ausbildungen in tiefenpsychologisch fundierter Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Gestalttherapie, zertifizierte EMDR-Therapeutin, EMDR-Supervisorin, spezielle Psychotraumatherapie DEGPT. Sylvia Schramm, Rosi Nussgräber, Pia Heckel,
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